richterscore

Richterscore ist eine Plattform, auf der sich Anwälte über Richter, Spruchkörper und Gerichte austauschen können. Die Plattform soll den Mehrwert liefern, sich optimal auf Gerichtsprozesse vorbereiten zu können. Die Nutzer sollen in der Lage sein, die Gerichte besser einschätzen zu können. Mit der Bewertungsfunktion und der Kommentarmöglichkeit kann die eigene Wahrnehmung nach einem Kontakt mit einem Richter anderen Rechtsanwälten mitgeteilt werden. Derzeit können allerdings nur Richter von Landgerichten und Oberlandesgerichten bewertet werden.

Der Nutzen von Richterscore liegt dabei im Informationsaustausch unter Anwälten und Kanzleien und dem damit verbundenen Vorteil einer idealen Vorbereitung auf Gerichtsverhandlungen. Schon beim Schreiben einer Klageerwiderung, Replik oder Duplik ist es sinnvoll, zu wissen, wer den Schriftsatz liest oder eben nicht liest. Richter haben erfahrungsgemäß auch unterschiedliche Vorlieben, was die Textgestaltung, die Struktur, den Umfang und die Hinweise betrifft. Dies soll alles mit Richterscore im Vorfeld eines Prozesses absehbar sein.

Richterscore ist dabei nicht ganz unumstritten. So hat sich z.B. Jens Gnisa, Vorsitzender des Deutschen Richterbunds, negativ über Richterscore in seinem Buch Das Ende der Gerechtigkeit: Ein Richter schlägt Alarm und in einem Interview in der Westdeutschen Zeitung geäußert.

Kategorie: Für Anwälte / Spezielle Anbieter
Webseite: https://www.richterscore.de

Richterscore Webseite
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Interview mit dem Richterscore Team
Seit wann gibt es Richterscore?
Wir hatten unseren Softlaunch im Mai 2016.
 
Was bietet Richterscore?
Wir bieten derzeit ein Forum für Rechtsanwälte, die sich untereinander über Richter, Spruchkörper und Gerichte in Form von Bewertungen oder Kommentaren austauschen. Jeder Rechtsanwalt mit gültiger Zulassung kann sich registrieren und Kommentare und Bewertungen einsehen sowie abgeben. Mittelfristig werden wir Informationen zur Verfügung stellen, die ergänzend zu den wertvollen Beiträgen der Anwälte auch objektive Informationen über die Entscheidungstendenzen der Gerichte enthalten. So wird man künftig in der Lage sein, seinen Gerichtsprozess besser einschätzen zu können.
 
Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Die Idee stammt von einem der Hauptgründer, der als junger Rechtsanwalt in seinem Anwaltsalltag das Bedürfnis hatte, sich auf seine Gerichtsprozesse besser vorbereiten zu können. Zugleich gibt es zurzeit auch in diesem Bereich eine anglo-amerikanische Bewegung, die unter dem Stichwort „Predictive Analytics“ die Vorhersage von Gerichtsprozessen vorantreibt. Das gleiche machen wir.
 
Wer ist die Zielgruppe von Richterscore?
Rechtsanwälte.
 
Was kostet Richterscore bzw. was ist Ihr aktuelles Preismodell?
Wir sind kostenlos und bleiben es vorerst auch. Da wir auf Crowdsourcing angewiesen sind, wäre alles andere auch gar nicht möglich. Eventuell gibt es künftig einmal einen Premium-Bereich.


Richterscore in der Presse