Bund und Länder starten Justizcloud – gemeinsame IT-Infrastruktur für die Justiz geplant
Bund und Länder haben eine Verwaltungsvereinbarung zur Entwicklung einer bundeseinheitlichen Justizcloud unterzeichnet. Ziel des Projekts ist es, eine moderne, leistungsfähige IT-Infrastruktur für die Justiz in Bund und allen 16 Bundesländern aufzubauen. Eine erste lauffähige Version soll bis Anfang 2027 verfügbar sein.
Die Justizcloud soll auf der bestehenden Infrastruktur öffentlicher IT-Dienstleister aufbauen und ein eigenes Justiznetz schaffen, um die technologische Selbstständigkeit der Justiz zu stärken, Effizienzgewinne zu realisieren und die tägliche Arbeit zu verbessern. Sie soll moderne, nutzerfreundliche Anwendungen, regelmäßige Updates und stabilen Betrieb bieten.
Ein erster Schritt sieht vor, über die Cloud das Gemeinsame Fachverfahren (GeFa) zur Verfügung zu stellen, das Justizmitarbeitenden beim Erfassen, Bearbeiten und Verwalten von Daten sowie beim Erstellen von Dokumenten hilft. Langfristig sollen möglichst alle Fachverfahren in der Cloud betrieben werden.
Die Projektleitung übernimmt ein Aufbaustab mit Expertinnen und Experten aus Justiz und IT, der im Land Baden-Württemberg angesiedelt ist. Dieser soll später in eine staatliche Betriebseinheit übergehen, die die Justizcloud langfristig für alle Beteiligten betreibt.






